Die Geschichte vom Einrad, Einradhockey und RADLOS



-Erste Radrennen
-Hochräder
-technische Neuerungen am Fahrrad
-Das erste Einrad


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  • Der britische Nähmaschinenfabrikant James Starley (1830-1881) beginnt mit der Fahrradherstellung und verbessert die Modelle stetig weiter.
    Von ihm stammt das spätere Hochradmodell Ariel.→1871[522]
    Eines seiner frühen Hochräder baut er für Frauen so um, dass diese nicht hinter dem großen Rad sitzen, sondern daneben, was sich als instabil erweisst. Er montiert ein drittes Laufrad und so entsteht sein erstes Dreirad.
    Seine Dreiräder werden nahezu in die ganze Welt exportiert. [521, S.20]



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  • Pierre Lallement entwickelt das Fahrradpedal weiter: Er steckt Holzspulen auf die Wellenschäfte und gilt damit als der Erfinder des drehbaren Fahrradpedals. [34]



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  • Das erste Straßenradrennen überhaupt. In Amiens (Frankreich). [296]
    Es folgen weitere Rennen, die noch heute stattfinden, wie z.B. Lüttich-Bastogne-Lüttich (seit 1892), Paris-Roubaix (seit 1896) oder Mailand-Sanremo (seit 1907). [156]

  • Der Franzose Pierre Michaux produziert im Jahr 400 Fahrräder. [58] Damit ist es die erste Konstruktion, die in größerer Stückzahl produziert wird. [130]

  • Der Bandy-Club Nottingham Forest wird gegründet. [28]



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  • Die 19km lange Fahrt von Pierre Lallement nach New Haven in den U.S.A. gilt als erste Rekordfahrt mit einem Fahrrad außerhalb Europas. [521, S.13]


Lallements US-Patent von 1866
[41][B122]
Lallement auf seiner Erfindung um 1870
[41][B123]


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  • Das erste Eintagesrennen in Paris: Etwa 100 Teilnehmer radeln von der Champs-Élysées zum 23km entfernten Schloß Versailles. [281][296]

  • Auf der Weltausstellung in Paris präsentiert der Wagenbauer Pierre Michaux seine Michauline und kann damit sein Produkt in England und den Deutschen Staaten populär machen. [58] Von 1863 bis 1870 werden etwa 6125 Michaulinen gebaut. [130]

  • Der Franzose Gonel erhält das Patent für das Zugspeichenrad und erweitert es 1869 auf Velozipede. [181]

  • Das Berliner „Patent- und Technische Büro M. Brandt“ gibt eine Ehrenerklärung ab, wonach nicht Pierre Michaux, sondern Franz Kurtz den ersten mechanischen Antrieb erfunden habe. →1847 [106]
    Korrekterweise muß hier erwähnt werden, dass mit mehr Erkenntnis im 21sten Jahrhundert zur Fahrradgeschichte herauskommt, dass auch das nicht stimmt. Viele Erfindungen aus der Anfangszeit des Fahrrades und der Draisine sind nicht zur Patentierung gekommen oder waren nur Regional von Bedeutung, weil es eher "Basteleien" von Einzelpersonen waren, bzw. es noch keinen Patentschutz gab.



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  • Das erste Radrennen unter Frauen: 4 Teilnehmerinnen radeln auf Michaulinen 500m durch den Park von Bordelais in Bordeaux. [151][231][296]

  • Der Pariser Mechaniker Eugène Meyer erhält das Patent für sein Drahtspeichenrad.
    Ihm werden viele Beiträge zur Entwicklung des Fahrrads zugeschrieben. Er gilt als der Erfinder des ersten Kettenfahrrads [532]

  • Die ersten Sicherheitsfahrräder kommen auf, können sich aber (noch) nicht durchsetzen. [107]

  • Die Eisengießerei von Wilhelm Schlüter in Pinneberg kopiert Velozipede und bringt sie 1869 zur Praxistauglichkeit. [51]

  • Im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation gibt es mindestens 37 Hersteller von Hochrädern. [130]



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  • Im Buch „Velocipedes-bicycles and tricycles“ erscheint der Text: „[...] doch in Sachen Fahrrad haben wir [Engländer] uns ein paar Extravaganzen geleistet. Zumindest haben wir Fahrrad-Eisenbahnen vorgeschlagen, und wir haben das Einrad!“ [100, S. 15]

  • Mit 20 Mitgliedern wird der erste Fahrradclub der Welt gegründet: Eimsbütteler Velocipeden-Reit-Club in Altona [51].
    Er richtet noch im selben Jahr ein Radrennen aus, mit Teilnehmern aus Frankreich, England und Dänemark [296]. Es ist das erste Radrennen in deutschen Landen und gilt damit als der Vorläufer der Cyclassics.

  • Der Eisenwarenhändler Harro Feddersen verkauft in seinem Geschäft in der Palmaille in Hamburg Velozipede von Wilhelm Schlüter aus Pinneberg und gilt damit als erster Fahrradhändler in deutschen Landen. [51]

  • Radfahrerverbände gründen sich.

  • Radrennen tragen zur Verbreitung von Fahrrädern bei.

  • Es boomt: In allen Zeitungen wird über das Veloziped berichtet, wie es funktioniert, Anekdoten und spektakuläre Unfälle. Noch ist nicht definiert, ob es ein Fortbewegungsmittel ist, ein Sportgerät und ob es sich nicht um eine Art Reiten handelt. [282]

  • Musiker Hans Christian Lumbye (1810-1874) oder auch Josef Strauss (1827-1870, Bruder von Walzerkönig Johann Strauss) komponieren einen Velozipeden-Galopp. [282]

  • In Hamburg wird eine Velozipeden-Quadrille unter der Leitung von Balletmeister Albert Knoll (1832- 1910) aufgeführt. Albert Knoll hat auch große Zirkusunternehmen der Zeit, wie Busch und Renz mit Choreograhien der beliebten Pantomimen versorgt. [282]

  • In Hamburg wird von 8 Tänzerinnen des Stadttheaters ein Velozipeden-Ballet aufgeführt. [282]
    Weitere Institutionen folgen. [282]

  • Zwischen Paris und Rouen findet das erste Radrennen von einer zu einer anderen Stadt statt. [156]

  • Die englische Artistentruppe Hanlon Brothers versehen eine Michauline von Pierre Lallement mit Stoßbremse und Vollgummireifen. [52][58]

  • Der Pariser Eugène Meyer läßt sich eine Michauline mit Vollgumibereifung (mit Eisenfelge und 4mm Drahtspeichen) patentieren [53]. Bis dahin wurden Holzspeichenräder mit aufgeschrumpftem Eisenband verwendet. [135]

  • Auf dem Salon du vélocipède de Paris wird ein Prototyp eines Ketten-Schaltwerkes präsentiert. Es wird aber noch Jahre bis zur Serienreife dauern. [55]

  • Der Franzose Jules Surirey erhält das Patent für Kugellager am Fahrrad. [46] Bis dahin nutzte man Gleitlager aus Bronzeguß. [130]

  • Der Boom der Velozipede geht schon wieder zu Ende. [51]

  • Einige Patente für Dicycles werden eingereicht: Fahrzeuge mit zwei nebeneinander laufenden Rädern.

  • Die Amerikaner Allen Greene und Elisha Dyer bauen ein käfigartiges Einrad. Der Fahrer sitzt im Rad. [210]

  • Richard C. Hemmings aus New Heaven läßt in den U.S.A. ein Einrad patentieren, bei dem man im Rad sitzt [207, S. 145]. Ob es jemals gebaut wurde, ist unbekannt. [211]
    Eine vergleichbare Konstruktion läßt sich G. Bergner patentieren. [210]

  • Der französische Handwerker Rousseau konstruiert ein metallenes Einrad bei dem man im Rad sitzt. über Pedale, die starr mit einem kleineren Rad verbunden sind, wird das 2,3m Durchmesser große Außenrad angetrieben. Mit dem Lenker kann gebremst werden. Es befindet sich heute im Museum Galbiati in Mailand. [210]

  • Die pariser Firma W. Jackson & Co. inseriert mehrfach in der Radsport-Zeitschrift „Le vélozipède illustra“ (1869-1870) ein 1,65m großes Einrad, bei dem man im Inneren sitzt, für 300 Franken. Der Antrieb erfolgt über ein Tretgestänge und ein inneres Rad. [210][211]
    Ein Model steht heute im Museum für Kunst und Industrie in St. Ètienne in Frankreich. [465]

  • Bis ca. zur Jahrhundertwende folgen weltweit zahlreiche weitere ähnliche Patente. [210]


Monowheels aus dem Jahr 1869

Greene und Dyer [B020] Hemmings [B021] Rousseau [B022] Jackson [B023]

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  • Bei einer Parade des Wanderzirkus James Robinson & Co in Middletown (Missouri) spielt die Zirkuskapelle auf dem Dach des Löwenkäfigs. Das Dach hält der Belastung nicht stand. Die Löwen zerfetzen 3 Musikanten sofort, 4 sterben später an ihren schweren Verletzungen, 3 überleben. [Spiel: Anno Domini]

  • Von Großbritannien aus verbreitet sich „Lawn Tennis“, der direkte Vorläufer des Tennis. Die Bälle bestehen aus massivem Naturkautschuk. [164]

  • Ärzte diskutieren, dass die Fruchtbarkeit von Frauen leidet, wenn sie Fahrrad fahren.
    Auch von Hirnerweichungen ist die Rede.

  • James Moore (Gewinner von Paris-Rouen 1869) nimmt im August an den Midland Counties Championships in Wolverhampton mit einem Meyer-Fahrrad (Vorderrad 120cm, Hinterrad halb so groß, ein Vorläufer des Hochrads[533]) teil und bringt das Konzept der radial befestigten Drahtspeichen nach England. [532]

  • Der anglikanische Geistliche Reverend M. B. Bailey setzt in Tokio einem Handwagen einen Stuhl auf und verwendet es als öffentliches Verkehrsmittel für Europäer, die die engen Sänften nicht benutzen können: Die Rikscha. [208] Einige Jahre zuvor hat der Beamte Bin Chun in Paris das Veloziped gesehen und in China bekannt gemacht. Allerdings verhindert die Rikscha, dass sich das Fahrrad durchsetzen kann. Eher die Ausländer nutzen das Fahrrad in China, Einheimische betrachten es nicht als salonfähig, schwitzend gesehen zu werden. [209]

  • John Hobby baut ein übergroßes Einrad. Um an die Pedale zu kommen, nutzt er ein Gestänge. [100, S. 14, 16, 17][B025]

  • Das Jackson-Einrad (→1869) legt bei einem Rennen in Le Vésinet in Frankreich zwei Kilometer in sieben Minuten zurück und erhält vom Véloce-Club eine Gedenkgoldmedaille. [465]

  • Die London Times schreibt zur Erfindung des Einrades:
    „Des Menschen Skelett ist zu Höherem berufen, als sich über ein Rad zu beugen.“



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  • Der Deutsch-Französische Krieg und der damit verbundenen Wirtschaftskrise, eingezogene Zielgruppe und benötigte Rohstoffe beeinträchtigen die Weiterentwicklung des Fahrrades in Kontinentaleuropa. [58]

  • In der französischen Armee werden bei der Belagerung von Belfort Fahrräder benutzt. [130]



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  • Fahrrad und Pferd stehen als individuelle Transportmittel in Konkurrenz. Häufig finden sportliche Vergleiche zwischen Fahrradfahrern und Reitern statt. Radrennen haben den primären Zweck, die Leistungsfähigkeit von Fahrrädern zu beweisen. Welches Fabrikat ein Rennen gewinnt, ist von großer Bedeutung. [199] →1894

  • Einige Pariser Fahrradkuriere nutzen das Hochrad. [533]



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  • William Grout entwickelt für das Hochrad-Modell Grout Tension Bicycle Gabelrohre, die das Gewicht reduzieren. [58]

  • Der Ingenieur James Starley und sein Kollege William Hillman aus Coventry patentieren das epochale Fahrradmodell Ariel, das erste Ganzmetallfahrrad. Das Vorderrad ist mit 50“ (127cm) deutlich größer und das Hinterrad mit 14“ (35cm) deutlich kleiner, als bei den bisher üblichen Michaulinen. Das Hochrad hat Drahtspeichen und statt des Eisenringes am Rad eine Vollgummibereifung. Mit Drahtspeichen ist die Vergrößerung des Vorderrades ohne nennenswerte Gewichtszunahme möglich und größere Geschwindigkeiten können erreicht werden. [58][120][533]
    Mit dem niedrigen Preis von nur 8£ wird es zu einem großen kommerziellen Erfolg. [533]
    Es ist tangential, nicht mehr radial gespeicht, damit unterliegen die Speichen zwischen Nabe und Felge nur noch Zugkräften.[130]
    Vollgummibereifungen werden nun in größerer Stückzahl produziert. [135]
    üblich sind rote oder graue Kautschukreifen von ¾ bis 7/8 Zoll Dicke. [135][B024]

  • Das Hochrad boomt. Bis 1892 werden etwa 200.000 hergestellt. Gilt aber eher (noch) als Sport- und Spaßgerät und nicht als Nutzgefährt. [58]



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  • Mit den Hochrädern werden Rekorde aufgestellt, z.B. eine Meile in drei Minuten, oder 10 Meilen in 36 Minuten. Es ermöglicht ein hohes Tempo über eine längere Strecke zu halten und Sprintgeschwindigkeiten von über 30km/h. Rennfahrer verwenden im Allgemeinen die größtmöglichen Laufräder für ihre Körpergröße. [533]



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  • Mitglieder des Middlesex Bicycle Club reisen mit Hochrädern 1100km in zwei Wochen von London nach John o´ Groats. [533]



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  • Starley kreuzt die Speichen des Hochrades. [58][130]
    Damit lockern sich die Speichen nicht mehr, wenn man beim Bergabfahren gegentreten muß. [130]
    Im Gegensatz zu heute, sind die Speichen in der Felge eingehängt und in der Nabe verschraubt. [130]

  • Radfahren wird zu einem Universitätssport: Cambridge und Oxford gründen Radfahrclubs. [533]

  • Der Engländer John Heathcote schlägt vor, die bis dahin "nackten" Gummibälle beim Tennis mit weißem Flanell zu überziehen, da dies die Sprungeigenschaften verbessert und die Bälle besser zu sehen sind. [165]

  • In der Gesellschaft ist es akzeptiert, dass Frauen auch Tennis spielen, was zur Popularität beiträgt. Da auch „mixed“ gespielt wird, ist es eine Gelegenheit, Vertreter des anderen Geschlechts kennen zu lernen. Im Deutschen Kaiserreich spricht man in dem Zusammenhang von „Verlobungstennis“. [165]



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  • In Montreal findet vor 500 Zuschauern das erste Eishockeyspiel in einer Halle statt. In dem Bericht über dieses Spiel kommt es zur Ersterwähnung von einem Puck. William Fleet Robertson hat dem hüpfenden Gummiball einfach oben und unten ein Stück weggeschnitten. Organisiert von dem Studenten James Creighton. Regeln wurden ausgearbeitet, Schiedsrichter und Trikots eingeführt und es kommt zur Gründung des ersten Eishockeyclub der Welt. Teams bestehen aus 9 Spielern: 1 Torhüter, 2 Verteidiger, 2 Mittelfeldspieler, 4 Stürmer. Einige Regeln werden vom Rugby übernommen. [61]

  • Im Londoner Crystal Palace wird das erste reguläre Bandy-Match ausgetragen. [28]

  • Der französische Erfinder M. Huret meldet ein dreirädriges Fahrzeug zum Patent an, welches von Hunden in zwei Laufrädern angetrieben wird: Cynophère. 1906 sieht eine Weiterentwicklung einen Antrieb mit Pferden vor, deren Hufe in eine Pedalvorrichtung eingespannt werden. [71][B026]



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  • Die Bezeichnung „safety bicyclette“, „safety“ und „Sicherheitsfahrrad“ kommen auf. [107]

  • Die Cunningham Company importiert Hochräder aus England in die U.S.A.. Bald darauf startet die Pope Manufacturing Company of Hartford die Produktion von Hochrädern in den U.S.A.. [207, S. 152]

  • Harry John Lawson ist nicht groß genug, um ein Hochrad fahren zu können und entwickelt ein „umgekehrtes“ Hochrad, mit kleinem Vorderrad und großem Hinterrad. Er nennt das knapp 30kg schwere Gefährt „Safety“ und läßt sich die Bezeichnung schützen. Da der Fahrer zwischen den Rädern sitzt, hat es einen niedrigeren Schwerpunkt. Das Hinterrad wird über ein Gestänge angetrieben. [136]



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  • Renn-Hochräder wiegen weniger als 14kg. Sonst 16 bis 19kg. [58]

  • In England gibt es 9 Hochradhersteller, die 51 verschiedene Modelle anbieten. Die drei größten Anbieter stellen mit 400 Arbeitern 250 bis 280 Hochräder in der Woche her. [58]

  • Das von dem Briten James Starley entwickelte Dreirad „Starley Salvo“ besitzt wegweisende Technologien. Es hat zum ersten Mal Pedale und eine Kette. Das Differentialgetriebe, damit die Räder sich in Kurven unabhängig voneinander drehen können, ist vielleicht das erste Differentialgetriebe in einem Fahrzeug, später in der Automobilindustrie standard.
    Da er seine Ideen anderen Ingenieuren freizügig überläßt, trägt das Salvo zum technologischen Fortschritt von Fahrrädern und Dreirädern bei.
    Das „Salvo“ wird nach Amerika, Europa, Asien und Australien exportiert. [522, S.20][B107]



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  • Singer bietet als erstes hohes Sicherheitsrad das Xtraordinary an: Die Gabel ist geneigt, was den Schwerpunkt in Richtung Hinterrad verschiebt. Damit überschlägt man sich nicht so leicht [58]. Aber ein einrädriges Fahren wird so erschwert.

  • Die Scientific American schreibt zum Hochrad:
    [...] „stets gesatteltes Pferd, das nichts frißt und keine Pflege braucht“
    und die Londoner Times:
    „Bisher war die Menschheit in zwei Gruppen aufgeteilt, die Reiter und die Fußgänger. Nun ist eine dritte Klasse hinzugekommen.“ [526, S.95]

  • Erste in größerer Serie gefertigte Rollenkette für Fahrräder. Der Lauf ist aufgrund der großen Teilung sehr unruhig. [117]

  • Die Italiener beginnen mit der militärischen Verwendung von Fahrrädern. [130]

  • Eine bevorzugte Rahmengeometrie hat sich noch nicht durchgesetzt, gut zu erkennen an der Konstruktion eines Sicherheitsfahrrades von Thomas Shergold aus Gloucester, England. [137][B027]

  • In Hannover wird der erste Deutsche Hockeyverein gegründet. [15]



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  • Das von dem Engländer Harry John Lawson entwickelte Bicyclette mit Kreuzrahmen ist eine Art Hochrad aber mit Kettenantrieb, was als revolutionär betrachtet wird und gilt als das erste Sicherheitsfahrrad und als Vorläufer des Fahrrades. [32] Es ist mit 7 Blattfedern ausgerüstet. [182][B028]

  • Beim ersten Radrennen in den U.S.A. in der Nähe von Boston nehmen 40 Hochradfahrer teil. Die Durchschnittsgeschwindigkeit beträgt 13km/h. [35]

  • Albert Pope erwirbt in den U.S.A. das Fahrrad-Patent von Lallement. [41]

  • Der deutsch-englische Erfinder Edouard Carl Friedrich Otto aus Peckham (England) erhält das englische Patent (U.S. Patent 1881) auf sein zweirädriges Otto Dicycle. Da die beiden großen Räder, die mit Tretkurbeln und Bändern angetrieben werden, nebeneinander liegen, kann es auf der Stelle wenden und nicht umkippen. Damit ist es eine Konkurenz zu den gängigen und gefährlicheren Hochrädern [132]. Frauen nutzen es eher, als Hochräder [231]. Die Firma Birmingham Small Arms Company fertigt rund 1000 Stück, die auch auf den deutschen Markt kommen. [132]



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  • Der Schweizer Hans Renold erhält ein englisches Patent für die Rollenkette. [117]

  • Ein Hochrad kostet 400 Reichsmark, so viel, wie ein Arbeiter in einem Jahr verdient. Damit bleibt es ein elitäres Vergnügen. [294]

  • Der italienische Turnlehrer Scuri baut ein Einrad, welches den heutigen ähnlich ist. [100, S. 17]
    Er soll mit dem 1,16m hohen Einrad 200km von Mailand nach Turin gefahren sein. [465][B030]
    In mehreren Veröffentlichungen (Wikipedia, div. Einradbücher) wird es als das erste Einrad betitelt.